In der Diskussion um zeitgemäße Schlafsysteme fallen oft die Begriffe Boxbett und Boxspringbett. Trotz der ähnlichen Bezeichnungen handelt es sich um unterschiedliche Konstruktionen mit verschiedenen Eigenschaften.
Ein Boxspringbett basiert auf einem mehrschichtigen Aufbau. Die Basis bildet eine Box, die mit Federn ausgestattet ist und die Funktion einer Federkernunterfederung übernimmt. Darauf liegt die Matratze, ergänzt durch einen Topper, der zusätzlichen Komfort bieten soll. Diese Bauweise verzichtet auf einen Lattenrost, da die Federbox als Unterfederung fungiert.
Das Boxbett hingegen ist in Deutschland meist ein Bett mit einer durchgehenden, gepolsterten Umrahmung, die an eine geschlossene Box erinnert. Es handelt sich um eine Rahmenkonstruktion, die in der Regel mit einem Lattenrost ausgestattet ist. Die Matratze liegt also auf einem klassischen Unterfederungssystem, das Luftzirkulation und Unterstützung gewährleistet.
Hat ein Boxbett einen Lattenrost?
Im Gegensatz zum Boxspringbett verfügt ein Boxbett in den meisten Fällen über einen Lattenrost. Dieser ist entweder fest eingebaut oder höhenverstellbar und trägt die Matratze. Der Lattenrost ermöglicht eine Belüftung der Matratze und sorgt für eine gleichmäßige Unterstützung. Die Matratzenwahl ist dabei flexibel – sowohl Kaltschaum- als auch Federkernmatratzen kommen zum Einsatz.
Das Boxspringbett hingegen kommt ohne Lattenrost aus. Die Federkernbox übernimmt dort die Funktion der Unterfederung. Diese Kombination aus Federkernbox, Matratze und Topper gilt als besonders belastbar und punktelastisch.
Vorteile der beiden Systeme
Boxspringbetten bieten durch ihre Federkernbasis eine gleichmäßige Druckverteilung, was sich insbesondere bei Rückenproblemen als vorteilhaft erweisen kann. Die höhere Sitz- und Liegehöhe erleichtert das Ein- und Aussteigen. Allerdings sind Boxspringbetten in der Regel teurer.
Boxbetten mit Lattenrost sind variabler in der Wahl der Matratze und des Unterfederungssystems. Sie ermöglichen eine gute Belüftung und sind in der Regel kostengünstiger. Zudem zeichnet sie eine klare, geschlossene Optik aus.
Der größte Unterschied zwischen Boxbett und Boxspringbett liegt in der Unterfederung. Während Boxspringbetten eine Federkernbox statt eines Lattenrosts nutzen, verfügen Boxbetten meist über einen Lattenrost als Unterlage für die Matratze. Die Entscheidung hängt von individuellen Anforderungen an Komfort, Design und Budget ab.
